Diese Woche ist meine Vorlage der Woche „Blumengarten 2“ von adihart aus Villnachern in der Schweiz. Blauer Enzian vor einem weissen Hintergrund, daneben gelbe Schrift – aus unserem schönen Blumengarten. Schlicht, einfach und dennoch hübsch anzusehen. Positiv lebendig.
Lebendig … welch ein Wort in diesem „unsicheren“ Jahrzehnt. Terroristen, Naturkatastrophen, Erderwärmung, die Finanzkrise und nun auch noch eine Epidemie an der Grenze zur Pandemie. Eine Zeit voller Fragen, auf die wir keine Antwort haben.
Droht die Schweinegrippe (oder Neue Grippe, wie wir angehalten werden, sie politisch korrekt zu betiteln), uns alle hinwegzuraffen – während wir blauäugig ohne Mundschutz in unser Verderben laufen? Dürfen wir es uns noch erlauben, unserer Erziehung Folge zu leisten und anderen Menschen die Hand zu schütteln? Müssen wir in Bussen, Zügen und Aufzügen die Luft anhalten? Was müssen, können, sollen wir?
Vielleicht rettet es uns, es den Romantikern (den Vertretern der literarischen Epoche, nicht den mit Rosen und Teddybären bewaffneten Liebesterroristen der Moderne) gleichzutun, uns der Natur zu besinnen und in die selbige zurückzukehren. Keine Menschen, die husten, niesen oder einem die Hand schütteln wollen.
Auf in die Natur, die Berge, auf grüne Bergwiesen voll … blauer Blumen, die Heino einst so schillernd besang. Bunte Blumenwiesen, zwitschernde Vögel, fröhliche Farben, die uns die Angst vor dem Alltag, der Zukunft, dem Unbekannten nehmen. Wahrscheinlich ist es die Angst, die uns zu Sklaven unserer Selbst macht – nicht die Dinge an sich, wie Thomas Bärnthaler in der Online-Ausgabe des SZ Magazins schreibt. Ein Szenenwechsel, frische Luft, grünes gras und bunte Blumen sollten uns helfen, uns für eine kurze Zeitspanne nicht mehr zu sorgen und uns zu entspannen.
Erklären wir deshalbe die Blaue Blume zu unserem neuen Lebensmotto – und „Blumengarten 2“ zur Vorlage der Woche.
Euch allen einen schönen ersten Mai.
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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.
Habt ihr persönliche Lieblingsvorlagen oder Tipps für gelungene Videobearbeitung? Schickt mir eine E-Mail und mit etwas Glück berichte ich darüber hier im Blog.
Der englische Hintergrundkommentar im Video ist eher zweitrangig, was mehr beeindruckt ist der geschickte Einsatz von Chroma-Keying Effekten … und das schauspielerische Talent der Darsteller. Ein wahre Videbearbeitungs-Glanzleistung. Hut ab.
Und weil das Video so toll war, hier ein zweites:
Solltet ihr selbst ein Video mit Chroma-Keying erstellen wollen – hier ein Tutorial zur Auffrischung.
Habt ihr tolle Videos auf YouTube geschickt? Schickt mir die Links und ich poste sie hier.
Diese Woche ist meine Vorlage der Woche „cake-1“ von nabepee aus Japan. Adrett auf einem weissen Pastikteller angerichtet steht ein dreieckiges Stück Erbeerkuchen auf einem Schreibtisch. Das interessante an dem Foto dieser DVD-Vorlage ist vor allem die Perspektive, mit der der Kuchen, vielleicht eher sogar eine Torte, aufgenommen wurde.
Rote, halbierte Erdbeeren stehen auf einem mehrschichigen, weissen Sahneuntergund. Interessant auch die Dimensionen des Kuchen – er erscheint höher als er breit oder lang ist.
Für mich ein klassisches Beispiel für nette Kollegen, die einen Mitstreiter mit einem Kuchen überrascht haben. So etwas sollte es öfter geben.
Diese Vorlage eignet sich also hervorragend für DVDs mit Videos netter Kollegen oder Kommilitonen, Geburtstagsfeiern jeder Art oder für ein nettes (Video-)Geschenk zwischendurch.
Für alle, die durch dieses Hunger auf Erdbeerkuchen bekommen haben, hier 52 Erdbeerkuchenrezepte auf chefkoch.de, und 17 auf hausfrauenseite.de (ich gebe zu, ich hatte nie gedacht, dass es so viele Erdbeerkuchenrezepte gibt – für war Erdbeerkuchen einfach nur Erdbeerkuchen und nichts weiter).
Hier Erdbeeren für die Augen:
Clemens Wilmenrod und die gefüllte Erdbeere
Mord an Erdbeere (ein Kurzfilm mit interessanten Kameraeinstellungen, das Ende ist jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig … )
„Strawberry Fields Forever“ von den Beatles
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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.
Habt ihr persönliche Lieblingsvorlagen? Schickt mir eine E-Mail, vielleicht wird sie dann meine Lieblingsvorlage der Woche.
Heute mehr aus der digitalen weiten Welt, dem Spiegel der realen Welt – eine Videoreise sozusagen. Wir begeben uns nach England, in das Sendestudio des englischen „Deutschland sucht den Superstar“ Pendants namens „Britain´s Got Talent“. Eine schottische, 47-jährige Frau tritt vor die Kamera, gekleidet in einem fast hautfarbenen Kleid, mit buschigen dunklen Augenbrauen und gelocktem, dunkelblondem Haar, das mit grauen Strähnen durchzogen ist.
Das britische Dieter Bohlen-Double (fragt sich, wer hier wen doublet) stellt ein paar süffisante Fragen über die Herkunft und das Alter der sich auf der Bühne befindenden Dame, es werden Publikumsreaktionen gezeigt, als die Konstestantin antwortet. Augen werden verdreht, Augenbrauen (dünner gezupfte als die der Bewerberin) werden hochgezogen.
Die Musik beginnt, Susan Boyle singt die ersten Noten von „I Dreamed a Dream“ (in der deutschen Fassung: „Ich hab geträumt vor langer Zeit“) aus dem Musical „Les Miserables“. Dann bricht die Euphorie hervor. Das Publikum jubelt, springt von seinen Sitzen, klatscht. Die eben noch herablassende Jury reisst die Augen auf, wischt sich die Tränen aus dem Auge.
Ein modernes Märchen.
…. Moment. Hatten wir das nicht schon einmal? Erinnert sich niemand, wirklich NIEMAND, an die Telekom (T-Com, T-Online, T-Home, ach, letzten Endes bleibt sie doch die gute, alte Telekom mit einem „k“ in der Mitte) Werbung aus dem letzten Jahr? Hilft der Name PAUL POTTS (nicht zu verwechseln mit Pol Pott, obwohl die Aussprache ähnlich ist) auf die Sprünge, oder vielleicht die Erwähnung schiefer Zähn und „Nessum Dorma“?
In Zeiten der Rezession hungern die Menschen mehr denn je nach Märchen, nach Träumen mit denen sie sich identifizieren können. Früher verbreiteten Bücher, dann Zeitungen und Zeitschriften Hoffnung, später sendete sie das Fernsehen. Und nun servieren uns „benutzergenerierte“ Videos auf Videoplattformen Träume in mundgerechten Häppchen. In der richtigen Qualität, wahlweise in HD und in genau der richtigen Länge.
Heutzutage muss niemand mehr ein Buch lesen, um inspiriert und seelisch aufgerichtet zu werden, denn Träume werden (am besten fragen wir uns, von wem, doch darauf werde ich hier nicht eingehen) auf YouTube geladen, tausendfach vervielfältigt, verlinkt und versandt. Digitales Opium, das nach einiger Zeit (wenn alle Rechte gesichert sind) dann als Werbung verwertet werden kann. Träume, Emotionen und Gänsehaut in Reinform. Die postmodernen Drogen sind nicht mehr zum Trinken, Rauchen oder intravenös konsumierbar – wir müssen sie visuell in uns aufnehmen.
Uns bleibt zu hoffen, dass wir durch diese Drogen keinen Augenkrebs bekommen und durch die Dauerberieselung mit Propagandaträumen nicht unsere eigenen Träume vergessen. Die Gestalt und Form unserer Träume darf weder vom Fernsehen, noch von YouTube geprägt werden. So klein es uns manchmal auch erscheinen mag, das Leben bietet uns echtes Glück – wir müssen nur genau hinsehen.