Hochzeiten gliedern sich meist in mehrere Abschnitte und Orte. Je nach Religionszugehörigkeit, lokalen Bräuchen und persönlichen Vorlieben können diese jedoch stark variieren – deshalb habe ich mich in diesem Abschnitt auf nur zwei Orte beschränkt, die Kirche und den Ort, in dem die anschließende Feier stattfinde (der Einfachheit halber „Restaurant“ genannt). Ich hoffe, dass Angehörige anderer Religionen als der christlichen mir die Namensgebung nachsehen.
Kirche
Es zahlt sich aus, am besten schon einige Tag vor der Hochzeit in die Kirche zu gehen, sich die örtlichen Gegenbenheiten anzusehen und das Setup der Geräte zu testen. Im Notfall lassen sich dann nämlich noch längere Kabel, zusätzliche Beleuchtung oder andere Mikrofone vor der Hochzeit beschaffen.
Die Handlung in der Kirche ist oft etwas „eintönig“: das Brautpaar steht vor dem Pfarrer, der die meiste Zeit redet. Um das Video später etwas aufzulockern, bietet sich an, in der Kirche mindestens zwei Kameras postieren, eine auf der Empore und eine neben dem Altar oder den Hauptdarstellern. Dadurch kann man z.B. den Einzug in die Kirche oder die Predigt aus mehreren Perspektiven zeigen.
Solltet ihr einen Camcorder auf der Empore platzieren, beachtet jedoch den Ton, denn wenn eine Orgel das Geschehen unterstreicht, kann der Ton zuviel für „einfache“ Camcorder-Mikrofone sein. Ich empfehle euch deshalb, vor allem bei diesem Camcorder ein externes Mikrofon.
Achtet auch auf die Beleuchtung – wenn es in der Kirche zu dunkel ist (was oft der Fall ist), hilft es, zusätzliche Beleuchtung aufuzstellen. Allerdings sollte man dann genau auf die verlegten Kabel achten, denn aufgeregte Bräute, in Tränen aufgelöste Schwiegermütter oder noch vom Junggesellenabschied angetrunkene beste Freunde übersehen mit Vorliebe solche Dinge – und das im wichtigsten Augenblick.
Eine schöne Szene ist der Moment, wenn das Hochzeitspaar aus der Kirche kommt. Diese Szene zu filmen setzt allerdings entweder einen zweiten Kameramann oder schnelle Beine voraus – schliesslich sollte man vor dem Brautpaar vor der Kirche bereit stehen, entweder mit Stativ oder ohne.
Restaurant
Die Aufnahme des Geschehens im Restaurant (oder wo die Feier eben stattfindet) ist gleichzeitig einfacher und schwieriger als in der Kirche. Einerseits passiert während der Feier viel mehr als in der Kirche, andererseits ist es schwierig, an allen Orten gleichzeitig zu sein.
Aufgrund der verschiedenen räumlichen Gegebenheiten und dem Ablauf der Feier ist es schwierig, hier Empfehlungen zu geben. Es bietet sich an, die Ansprachen (wenn es solche geben sollte), mit Hilfe eines Stativs aufzunehmen – allerdings hat sich oft bewiesen, dass diese Ansprache in der Endfassung des Videos meist zusammengeschnitten werden. Es ist allerdings schwer, im Vorhinein schon zu wissen, welcher Teil der Ansprache interessant sein wird und welcher nicht. Deshalb ist es ratsam, einfach alles aufzunehmen.
Ansonsten kann natürlich ein Camcorder kontinuierlich auf den Sitzplatz des Hochzeitspaares gerichtet sein, um jede Handlung zu dokumentieren. Gleichzeitg empfiehlt es sich jedoch, kurze „Interviews“ mit den Gästen zu führen oder nette Begebenheiten fernab der Hauptpersonen aufzunehmen, die das Video später auflockern können.
Doch auch hier gilt: Stative und eventuelle Kabel gut sichern! Kinder und eventuell mitgebrachte Hunde haben eine seltsame Vorliebe dafür, über Kabel zu stolpern und Stative umzustossen.
Habt ihr praktische Tipps, wie sich das Filmen der Hochzeit problemlos durchführen lässt? Verratet uns eure Tricks!
Tipps zu Mikrofonen, Stativen und anderer Hardware findet ihr in Georg´s Forum
Hier geht´s zum ersten Teil des Workshops: Skript, Handlung, Szenen.
Teil drei wird nächste Woche Mittwoch erscheinen.
Diese Woche ist meine Vorlage der Woche passend zum derzeitigen Hochzeitsvideo-Workshop „chen“ von Chen aus Peking. Rot-rosa Blumen vor einem gelben Hintergrund als Rahmen für das eigentliche Video/Foto.
Zugegeben, auf den ersten Blick erscheint diese Vorlage eher langweilig. Blumen, die aussehen wie rosa Rosen, aber keine sind. Dunkelrot, eine Farbe, die im westlichen Kulturkreis eher selten bei Hochzeiten eingesetzt wird. Warum sollte man überhaupt in Betracht ziehen, diese Vorlage für Hochzeitsvideos zu benutzen?
Rot ist in China eine äußerst positive Farbe, die für Reichtum und Glück steht.
Während Hochzeiten tragen auch heute traditionelle Bräute nicht wie im Westen weiße Brautkleider, da die Farbe weiß noch immer oftmals mit Trauer verbunden wird, sondern einen roten Qipao (ein enges Kleid mit Stehkragen und seitlichen Schlitzen). Auch das auf chinesischen Hochzeiten beliebteste Geschenk – Bargeld – wird in einem roten Umschlag überreicht.
Die Blumen auf dieser Vorlage sind, wie Leser mit einem Grünen Daumen vielleicht bereits bemerkt haben, Päonien – oder Pfingstrosen. In Deutschland eher selten, in südeuropäischen Ländern wie Griechenland und auf dem Balkan jedoch vermehrt zu finden, sind Päonien in China ein Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende altes Symbol. Für was? Neben Liebe und Zuneigung natürlich für Reichtum und Glück.
Reichtum und Glück. In unserem westlichen Denken mag das Glück an erster Stelle stehen, doch auch Reichtum ist etwas, die wir einem Brautpaar gerne wünschen.
PS. Passend dazu „Der Päonien-Pavillon„, eine der berühmtesten Chinesischen Kun-Opern über Liebe, Leidenschaft und Wohlstand:
In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.
Habt ihr persönliche Lieblingsvorlagen oder Tipps für gelungene Videobearbeitung? Schickt mir eine E-Mail und mit etwas Glück berichte ich darüber hier im Blog.
Weshalb soll man Videos bearbeiten, wenn sie niemand ansieht?
Wie kann man langweilige Wartezeit überbrücken?
Wie hat man Lieblingsvideos immer griffbereit, um sie anderen zu zeigen?
Auf alle diese Fragen gibt es eine einfache Antwort. Moderne tragbare Medienplayer wie der iPod, die Sony PSP oder auch der Microsoft Zune sind neben vielen anderen in der Lage, nicht nur Musik, sondern auch Videos wiederzugeben.
Je nach Gerät unterscheidet sich das Wiedergabeformat jedoch grundlegend. Manche Geräte geben nur MPEG-4 AVC-Dateien wieder, andere unterstützen nur das WMV-Format.
Mit MediaShow Espresso ist es nun nicht mehr nötig, sich das nötige Dateiformat für den eigenen Medienplayer zu merken. Einfach die Software öffnen, die Dateien, die umgewandelt werden sollen, auswählen, auf das Ausgabegerät klicken – und die Software erledigt den Rest von allein.
Für schnellere Umwandlung unterstützt MediaShow Espresso die NVIDIA CUDA, ATI Stream und Core i7 Beschleunigungs-Technologien.
Anmerkung: Bei der Verwendung zusammen mit der ATI Stream Technologie muss der ATI Avivo™ Konverter von der ATI Website heruntergeladen und installiert worden sein.
Der Sommer naht und damit bricht die romantischste Zeit des Jahres an. Langsam aber sicher stehen die diesjährigen Brautpaare in den Startlöchern, um sich in deutscher Sommersonne das Ja-Wort zu geben. Für euch als Freunde, Verwandte oder einfach nur als Hobbyfilmer bietet sich damit eine gute Gelegenheit, schöne und interessante Videos zu schneiden und Anderen so eine Freude zu bereiten.
Auch bei Hochzeitsvideos gibt es ein paar Tricks, um spätere Zuschauer nicht unnötig vor Ihren Fernsehern oder PCs zu langweilen.
Eine wichtige Regel gilt für Videos aller Art: Sie sollten eine Geschichte erzählen. Viele Hobbyfilmer mögen sich jetzt denken: natürlich gibt es eine Geschichte, die Hochzeit an sich. Doch genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem guten und einem besseren Video. Ein kurzes Skript mit Überlegungen, was man erzählen möchte – vor dem Hintergrund der Hochzeitsfeier – macht (auch) Hochzeitsvideos spannender.
Bevor oder während der Erstellung des Skrpits sollte man sich folgende Fragen stellen:
Aus welcher Perspektive möchte man zum Beispiel die Hochzeit erleben? Aus der Sicht der Braut? Der Brautmutter? Der besten Freundin? Des Großvaters? Oder vielleicht sogar aus der Sicht des Hundes? Eine „Hauptperson“, die das Geschehen erlebt, peppt die Geschichte, die schon millionenfach in Videos erzählt wurde, auf.
Lässt sich vielleicht ein Spannungsbogen aufbauen, der sich bis zur letzten Szene erstreckt? Man könnte zum Beispiel einbauen, wie die Hochzeitsringe in letzter Minute eintrifft, vom Juwelier noch per Eilzustellung gebracht werden und aus den Händen des Schwiegervaters in die Anzugtasche des Bräutigams und schliesslich an den Finger der sich Vermählenden wechseln (natürlich wünsche ich niemanden diese Tortur, ich möchte hieran nur ein anschauliches Beispiel skizieren).
Auch die Szenen des Videos sind wichtig. Wie viele veschiedene Orte werden während der gesamten Hochzeitsfeier besucht werden – Standesamt, Kirche, Restaurant, etc.? Es hilft, sich im Vorhinein schon Gedanken über die veschiedenen „Stationen“ zu machen. Ein spannendes Stilmittel sind in diesem Zusammenhang auch Rückblenden. So kann man ein Video zum Beispiel mit dem Hochzeitswalzer beginnen, während dem sich verschiedene (Haupt)personen an Ereignisse des Tages „zurückerinnern“.
Ich hoffe, dass euch diese Art von Fragen schon vor der Videobearbeitung helfen, euer Video zu strukturieren – und damit Zeit sowohl während des Filmens, als auch bei der Bearbeitung sparen.
Habt ihr eigene Tricks, mit denen eure Videos interessanter werden? Kommentiert hier oder schreibt mir! Nächsten Mittwoch folgt Teil II des Workshops.
Der Juni naht, und damit die Zeit der Junibräute – in Deutschland eher aufgrund des guten Wetters, in der englischsprachigen und asiatischen Welt eher wegen eines Films names „June Bride (Junibraut)“ aus dem Jahre 1948.
Für uns bedeutet das einen drastischen Anstieg in der Zahl der Hochzeiten, auf der man tanzen muss – und mehr Videobearbeitungs-Auftragsarbeit für beste Freunde. Als Videoschnitt-Begeisterter kommen uns Sätze wie „Duhuu, Du filmst doch so gerne …“ schon bekannt vor. Wir alle wissen, dass uns allein diese Satzeinleitung viel Zeit kosten wird, wobei ich zugeben muss, dass ich natürlich doch immer wieder zustimme, Videos für Freunde aufzunehmen oder zu schneiden.
Deshalb – aus gegebenen Anlaß – in den nächsten Artikeln ein „Hochzeits-Special“.
Passend dazu meine heutige Vorlage der Woche: „ja, ich will“ von Bienlein43 (ein ausführliches Interview mit Bienlein ist hier zu lesen). Wenn es um Hochzeitsvorlagen, dann kann (bis jetzt) kein anderes Mitglied der DirectorZone Bienlein43 das Wasser reichen.
Die heutige Vorlage ist äußerst schlicht gehalten, schließlich sollten möglichst viele Leser dieses Blogs die Vorlage benutzen können. Meiner Meinung nach passt diese Vorlage zu sehr vielen Hochzeitskleidern, -themen und –stilen. Träume in Weiß, Rot oder im Kimono – goldene Ringe passen immer dazu.
Hunderte weiterer Hochzeitsvorlagen gibts es zum gratis Download natürlich in der DirectorZone:
Erzählt mir von euren Hochzeitsvideos: eure Lieblingsvorlagen, eure Lieblingsszenen … oder was ihr einfach nicht mehr sehen könnt – über die Kommentarfunktion oder per E-Mail.
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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.