Diese Woche ist meine Vorlage der Woche „busstop2.dzf“ von UncleVinnys aus Kalifornien. Die Vorlage ist – ganz zeitgemäß – vorwiegend in grün gehalten. Im Hintergrund ist durch die Scheiben der Bushaltestelle dunkelgrüner Rasen zu erkennen, im Vordergrund thront eine Metallüberdachung über einer grünen Sitzbank aus Gittergeflecht. Das Hauptaugenmerk dieser Vorlage liegt jedoch auf der Werbefläche oder Glasscheibe auf der linken Seite der Haltestelleninsel. Da diese Fläche transparent ist, lässt sich die Vorlage für alle möglichen Arten von Videos verwenden: Nahverkehrsvideos, Werbevideos, Naturschutzvideos, Opelvideos, California Dreaming Videos, Wartevideos, Fantasyvideo und Geistervideos.
(Bus)haltestellen sind besondere Orte. Orte des Abschieds, des Aufbruchs, der Routine und gleichzeitig des Unbekannten. Romatisch, tragisch und im Rückblick nostalgisch. Wie oft warteten wir an der Haltestelle, hoffend, sie oder ihn zu sehen, wissend, dass wir nie den Mut haben würden, diese Person anzusprechen? Wie oft warteten wir mit klopfendem Herzen darauf, dass sich mit dem nächsten Bus oder der nächsten Strassenbahn alles ändern würde? Wie oft schleppten wir uns nach einem langen Tag, die Umwelt kaum wahrnehmend, aus dem Bus, vorbei an der Haltestelle nach Hause? Wie oft fuhren wir von der üblichen Haltestelle einer ungewissen Zukunft entgegen? Die Haltestelle als Tor zur Vergangenheit und Zukunft.
Endstation Sehnsucht oder doch nächste Haltestelle Hoffnung? Das hängt allein von euch und euren Videos ab. Was bedeuten für euch Haltestellen? Schreibt mir oder kommentiert hier!
Thomas Anders, „Endstation Hoffnung“
Dreamerpark, „Haltestelle im St. Marienstift“
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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.
Gibt es Geister? In meinem neuesten Video geht es um einen Geist … im Aufzug.
Die Garage eines Hochhauses, schlecht beleuchtet. Schnitt. Warten auf den Aufzug im marmorverkleideten Vorraum zur Garage. Untergeschoss B4. Vier, die Zahl des Todes. Die Musik wird intensiver, der Aufzug kommt an. Ein „Bling“, die Türen öffnen sich. Schnitt. Wir befinden uns im spiegelverkleideten Aufzug. Ein Flackern. Dort. Dort! War da etwas? …
Wie geht es aus? Die ganze Geschichte in meinem Kurzvideo, das in den folgenden Artikeln die Grundlage für einen kurzen Workshop zum Schnitt von „Horrorvideos“ sein wird. Viel Spass beim Ansehen!
Kommentiert schon jetzt, was ihr von dem Video haltet und welche Effekte euch interessieren! Wie könnte man das Video noch spukiger machen?
Diese Woche geht meine Vorlage der Woche abermals auf einen Vorschlag von Gabriela aus Berlin zurück. „COCHE ROJO“ von manchega aus Spanien vereint simples Design mit einem ansprechenden, von mir bisher vernachlässigten Thema: Autos.
Gabriela begründet Ihre Wahl dieser Vorlage folgendermaßen: „Es lassen sich hier die vielfältigsten Anlässe einbauen: Urlaub, Familie, Wochenendausflug, neues Auto, Flitterwochen, neue oder alte Liebe und vieles mehr … Schön ist dieses einfache Darstellung, die sich gut von naturalistischen Einblendungen abhebt.“ Gegensätze sind wie bekanntlich anziehend – und zusammen mit dieser Vorlage werden auch Videos von grünen Wiesen ein Hingucker.
Zurück zum Thema „Autos“. Ich hatte mir persönlich noch nie diese Frage gestellt, doch über Google fand ich eine spannende Diskussion: Stimmt es, dass kleine rote Autos Frauenautos sind? Warum sollten rote Autos Frauenautos sein? Bei kleinen roten Autos denke ich eher an kleine schicke Ferraris und Maserattis, die sich röhrend ihren Weg durch den Stadtverkehr bahnen – oder schnittige Alfa Romeos, die auf kurvigen Küstenstrasse an der Cote Azur der Sonne entgegen brausen. Wie in „Über den Dächern von Nizza“. (Das Cabriolet in dem Grace Kelly Ihre blonden Locken in den Wind hält – ein Sunbeam Alpine – ist nämlich himmelblau. Komisch, dass es in meiner Erinnerung rot ist … vielleicht, weil ich eine Frau bin?)
Männer, Frauen, Autos, Farben. Manchmal ist es überraschend, wieviele Stolpersteine es bei der Auswahl einer Vorlage der Woche gibt. Wollen wir hoffen, dass Männer diese Vorlage auch trotz der Farbe des Autos benutzen werden.
Die Cabrioszene aus „Über den Dächern von Nizza“ (die Musik ist vielleicht nicht ganz passend, ich gebe es zu)
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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.
Habt ihr persönliche Lieblingsvorlagen? Schickt mir eine E-Mail, vielleicht wird sie dann meine Lieblingsvorlage der Woche.
In letzer Zeit beschäftigt mich die Frage, wie sehr und ob Videos Einfluss auf unser Leben, unsere Lebensqualität und unsere Erinnerung haben. Leben wir in einer videogesteuerten Welt? Erinnern wir uns basierend auf digitalen Gedächtnisstützen, oder aber prägen diese Gedächtnisstützen unsere Erinnerung so sehr, dass wir alles, das nicht in digitaler Form vorliegt, vergessen?
Videokameras und Geräte mit einer Möglichkeit zur Videoaufnahme werden immer universeller, immer zahlreicher, immer billiger. Was früher einigen Wenigen aufgrund des hohen Preises für Camcorder vorbehalten war, entwickelte sich in letzter Zeit zur Massenware. Jede neue Digitalkamera und sogar Handies verfügen über die Möglichkeit, kürzere oder längere Videos aufzunehmen. Was wir dann mit diesen Videos machen, bleibt uns selbst überlassen.
Entweder lassen wir sie nach der Aufnahme auf einem Speichermedium jeglicher Art „verstauben“ oder aber wir bearbeiten und verschicken sie, laden es auf YouTube, brennen es auf DVD – die Möglichkeiten sind immens. Größere Speichermedien sowie immer billigere und bessere Kameras ermöglichen es uns, mehr Videos in immer besserer Auflösung aufzunehmen.
Während früher unscharfe, farblich verfälschte Fotos unsere Fantasie und auch unsere Erinnerung angeregt haben, gleichzeitig Kunstwerk und Gedächtnissstütze waren, bilden die heutigen Geräte aufgrund neuester Technologien die Wirklichkeit detailgetreu, rational und kalt ab. Jede Lachfalte, jeder unverhohlene Blick und jede Unperfektheit unserer Mitmenschen wird so für immer gespeichert und damit in unser Gedächtnis gebrannt.
Fotografieren wir auf Reisen – oder reisen wir, um zu fotografieren?
Vor Jahren las ich „The Beach“ von Alex Garland, die Romanvorlage zu gleichnamigem Film. Das Buch an sich war eher mittelmässig, doch ein einziger Kommentar des Protagonisten, eines Rucksacktouristen, blieb mir über die Jahre im Gedächtnis. Auf die Frage, warum er reise, wenn er keine Fotos machen würde, antwortete der Rucksackreisende, dass wenn er Fotos machen würde, er sich später allein an die fotografierten Szenen, nicht jedoch an alle anderen Dinge und Orte erinnern könne. Da er sich an alles, das er gesehen habe, erinnern wolle, würde er nie Fotos machen. Fotografieren wir auf Reisen – oder reisen wir, um zu fotografieren?
Videoüberflutete Welt.
YouTube veränderte die Internetwelt. Das exhibitionistische Web 2.0 existierte bereits bevor Google die populäre Videoplattform kaufte, doch erst mit dieser Übernahme bot sich einer großen Menge Menschen der Anreiz und die Möglichkeit, eigene Videos einem Millionenpublikum zu zeigen. Videos im Internet anzuschauen war vor YouTube etwas für Freaks, Halbwüchsige oder Pornoliebhaber. In Zeiten des „neuen“ Internet ist es ein Lebensstil. Wer auf Video gebannt ist oder Videos aufnimmt, lebt.
Alles Digitale ist real, Reales bedeutet nichts, wenn es nicht digitalisiert wurde.
Wieviel sind unser alltägliches Leben und unsere Reisen in diesem Zusammenhang noch wert? Heutzutage muss man nicht mehr reisen, um fremde Orte zu sehen, denn auf YouTube ist von fast jedem Ort der Erde ein Video zu finden. Was bedeutet das wiederum für unsere Erwartungen an das Reisen an sich? Werden wir andere Länder, Kulturen und Orte anders wahrnehmen, weil wir sie, wenn wir uns zum ersten Mal real dort befinden, zuvor bereits digital besucht haben?
Früher besaßen wir vergleichweise wenige digitale Abbildungen der Menschen, die uns etwas bedeuten – manchmal begleitete einen Menschen ein einziges Foto ein Leben lang. Heute produzieren wir nicht nur Stunden, sondern Jahre an Videomaterial und füllen nicht nicht nur Gigabyte-, sondern Terrabyte-grosse Speichermedien mit Momentaufnahmen unseres Leben.
Warum?
Warum nehmen wir Videos auf? Eine ketzerische Frage auf einem Videoschnitt-Blog. Ich persönlich benötige visuelle Gedächtnisstützten, habe Angst, zu vergessen, wenn ich Menschen und Orte nicht digitalisiert habe. In dieser visuell dominierten Zeit fällt es mir schwer, mich ohne Bilder, bewegt oder unbewegt, über große Zeitspannen hinweg zu erinnern.
Werden wir es schaffen, Erinnerung auch ohne ständig abrufbare Visualisierungen bewahren zu können? Vielleicht ist das eine der großen Herausforderungen unserer Generation. Den Augenblick zu genießen und sich dessen bewusst zu sein.
HD ist in aller Munde. HDTV, HD-Camcorder, HD-Filme auf Blu-ray Disc. Doch nur weil so viele Menschen darüber reden, bedeutet das noch lange nicht, dass jeder von uns zum Beispiel einen HD-Camcorder besitzt.
Ich gebe zu, ich besitze einen HD-Camcorder, doch manchmal nehme ich gerne kurze Videos mit meiner Digitalkamera, einer Canon Ixus 80IS, auf. 8 Millionen Pixel reichen durchaus für recht ansehliche Spontanvideos in SD-Qualität.
PowerDirector bietet in Version 8 die Möglichkeit, Videos in Standardauflösung so hochzuskalieren, dass sie aussehen, als wären sie in High-Definition aufgenommen. Ob die Hochskalierung wirklich funktioniert, teste ich in diesem Video an Kois (japanischen Goldfischen):
So lässt sich die Videoqualität beim Videoschnitt verbessern:
Zieht das zu verbessernde Video auf die Zeitleiste und klickt dann darauf (einfacher Klick, kein Doppelklick)
Es erscheinen verschiedene Schaltflächen über der Zeitleiste
Klickt auf „Korrigieren/Verb…“
In linken oberen Bereich der Benutzeroberfläche öffnet sich das Untermenü „Korrigieren/Verbessern“
Über die verschiedenen Menüpunkte lässt sich nun das Video optimieren
Klickt dazu einfach in das Kästchen der betreffenden Optimierung und betätigt dann den Schieberegler, um die Intensität des der Verbesserung zu bestimmen.