Mein Video-Reisetagebuch

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Videoschnitt und Videoeffekte in den 80er Jahren – Bonnie Tylors „Total Eclipse of the Heart“

13. November 2009 · 2 Kommentare

Videoschnitt und Videoeffekte in den 80er JahrenHeute ein praktisches Beispiel des Videoschnitts – das Musikvideo zu „Total Eclipse of the Heart“. Als ich es durch Zufall heute auf YouTube gefunden habe, habe ich meinen Augen kaum getraut. So viele Effekte, und was für eine Geschichte (ich wage es nicht, laut zu lachen, aber vielleicht müsst ihr das ja, wenn ihr das Video seht).

Im Moment spiele ich bereits mit dem Gedanken, mindestens die Glühaugen auszuprobieren … eigentlich müsste das doch relativ einfach sein. Ein „Glühaugen“-Bild in PowerDirector als BiB-Objekt in PowerDirector importieren und dann den Bewegungspfad anpassen. Ein Projekt für das Wochenende!

Ich bin gespannt, was ihr von dem Video haltet, kommentiert fleissig zu diesem Meisterwerk des Videoschnitts!

Update vom 14. November: Anscheinend ist das Orginal Musikvideo, auf das ich unten verweise, von Deutschland nicht abspielbar. Versucht deshalb bitte dieses:

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Meine Vorlage der Woche – Schon wieder … Fisch

10. September 2009 · 1 Kommentar

Gratis Vorlage aus der DirectorZone: Fische und LibellenDiese Woche ist küre ich die Partikeleffekt-Vorlage „fish frenzy“ von sambo zur Vorlage der Woche. „Nach Libellen springende Fische“ (fish jumping for dragonflys) lautet die genauere Beschreibung dieses Effekt – und sagt eigentlich auch alles über diese Vorlage aus. Ein Schwarm von Thunfischen hüpft aus dem Wasser und versucht, nach über dem Wasser fliegende Libellen zu schnappen. Eine kreative Idee, sambo, anders als vieles Andere, das uns zur Zeit zum Beispiel in den Nachrichten begegnet.

Der Bundestagswahlkampf verläuft so langweilig wie der Sommer – unterkühlt mit einigen heissen Tagen. Nichts als kurze Temperaturausreisser, die uns die Illusion eines heissen Sommers vorgaukeln, gleichsam Fischen, die aus dem Wasser springen, sich gegen die Schwerkraft stemmen, um nach kurzer Zeit doch wieder in das selbige einzutauchen.

Ein Grund mehr, sich Wichtigem wie dem Videoschnitt zu widmen – oder seinem Blog. Inzwischen gehen bei mir E-Mails erboster Leser ein, die eine Vorlage der Woche pünktlich an einem Montag erwarten, und auch sonst wieder interessantere Artikel über Videoschnitt, das Reisen und die Welt lesen möchten. Ich sage: recht habt ihr, ich verspreche Besserung.

Ein Blog offenbart manchmal interessante Dinge über einen selbst. Erst nach der Auswahl der heutigen Vorlage der Woche fiel mir meine für Leser vielleicht offensichtliche Vorliebe für Fische auf. Fische! Eigentlich hatte ich mich immer für einen Hundemensch gehalten – doch wohin man zur Zeit auch im Blog schaut, überall begegnen einem Fische. Im Banner, in Artikeln über Video-Upscaling und in mehreren Vorlagen der Woche. Kois, Haifische und nun sogar Thunfische …

Nun, da ich gezwungen bin, mich meiner Fischleidenschaft zu stellen (die ich mir wahrscheinlich auf einer meiner Japanreisen zugezogen habe), gebe ich zu, Fische in zwei Kategorien zu gliedern. Kategorie eins: nett anzuschauende Fische. Kategorie zwei: essbare Fische. Den vegetarischen Lesern dieses Blogs zuliebe werde ich mich allerdings nicht weiter mit der genauen Abgrenzung und meinen jeweiligen Vorlieben beschäftigen. Nur soviel sei gesagt: Thunfische sind meine Lieblingsfische.

Tierfreund oder nicht – freuen wir uns über diese Vorlage der Woche und versuchen wir doch, uns über unser Element zu erheben und nach Libellen zu greifen. Uns allen viel Glück dabei.

Thunfisch-Dokumentation

Japanisches Thunfisch-Lied
 

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In dieser Kategorie möchte ich meine persönlichen Lieblingsvorlagen vorstellen – was nicht immer die in der jeweiligen Woche am meisten heruntergeladene Vorlage der DirectorZone sein muss.

Habt ihr persönliche Lieblingsvorlagen? Schickt mir eine E-Mail, vielleicht wird sie dann meine Lieblingsvorlage der Woche.

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Der Geist im Aufzug – Spukvideo-Workshop – Tutorial 1: Der Spiegeleffekt

3. September 2009 · 1 Kommentar

Bereits letzte Woche hatte ich euch meine ersten Versuche eines Geistvideos gezeigt. Viele Leser hatten mir geschrieben, wie ich bestimmte Effekte erzielt hatte – darauf möchte ich in den nächsten Artikeln etwas näher eingehen.

Der Spiegeleffekt  im Aufzug, durch den sich die Vordergrundszene unendlich in den Spiegeln vor dem „Geist“ lässt sich durch eine geschickte Positionierung der Kamera ganz einfach nachahmen. Wichtig sind mindestens zwei Spiegel, die sich parallel gegenüberstehen – denn alles, was sich zwischen diesen beiden Spiegel befindet, wird in beiden Spiegeln durch eine Spiegelung der Spiegelung unendlich abgebildet.

In dem im Geistvideo benutzen Aufzug befanden sich drei Spiegel, durch die Perspektive des Videos noch an Tiefe gewann, der Geist wurde nicht nur zweifach, sondern vierfach abgebildet.

Die Kamera wurde folgendermaßen positioniert:

Kamerapositionierung für geschickte Spiegelungen

Im Video sieht die Spiegelung dann so aus:

Geist_Platzierung
Dieser Effekt lässt sich natürlich nicht nur in Geistvideos, sondern auch in anderen Arten von Videos verwenden.

Was würdet ihr an der Persepektive ändern? Findet ihr, dass die Spiegel zum Grusel beitragen oder eher stören? Kommentiert hier!

Freut euch auf das n ächste Tutorial: Der „flackernde“ Geist

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Spuk im Aufzug – Übernatürlicher Videoschnitt

28. August 2009 · 1 Kommentar

Gibt es Geister? In meinem neuesten Video geht es um einen Geist … im Aufzug.

Übernatürlicher VideoschnittDie Garage eines Hochhauses, schlecht beleuchtet. Schnitt. Warten auf den Aufzug im marmorverkleideten Vorraum zur Garage. Untergeschoss B4. Vier, die Zahl des Todes. Die Musik wird intensiver, der Aufzug kommt an. Ein „Bling“, die Türen öffnen sich. Schnitt. Wir befinden uns im spiegelverkleideten Aufzug. Ein Flackern. Dort. Dort! War da etwas? …

Wie geht es aus? Die ganze Geschichte in meinem Kurzvideo, das in den folgenden Artikeln die Grundlage für einen kurzen Workshop zum Schnitt von „Horrorvideos“ sein wird. Viel Spass beim Ansehen!

Kommentiert schon jetzt, was ihr von dem Video haltet und welche Effekte euch interessieren! Wie könnte man das Video noch spukiger machen?

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Digitalisierte Realität. Verändern Videos die Art und Weise, wie wir unsere (Um)Welt wahrnehmen?

21. August 2009 · Kommentar schreiben

Digitalisierte Realität. Videoreisetagebuch unseres Lebens?In letzer Zeit beschäftigt mich die Frage, wie sehr und ob Videos Einfluss auf unser Leben, unsere Lebensqualität und unsere Erinnerung haben. Leben wir in einer videogesteuerten Welt? Erinnern wir uns basierend auf digitalen Gedächtnisstützen, oder aber prägen diese Gedächtnisstützen unsere Erinnerung so sehr, dass wir alles, das nicht in digitaler Form vorliegt, vergessen?

Videokameras und Geräte mit einer Möglichkeit zur Videoaufnahme werden immer universeller, immer zahlreicher, immer billiger. Was früher einigen Wenigen aufgrund des hohen Preises für Camcorder vorbehalten war, entwickelte sich in letzter Zeit zur Massenware. Jede neue Digitalkamera und sogar Handies verfügen über die Möglichkeit, kürzere oder längere Videos aufzunehmen. Was wir dann mit diesen Videos machen, bleibt uns selbst überlassen.

Entweder lassen wir sie nach der Aufnahme auf einem Speichermedium jeglicher Art „verstauben“ oder aber wir bearbeiten und verschicken sie, laden es auf YouTube, brennen es auf DVD – die Möglichkeiten sind immens. Größere Speichermedien sowie immer billigere und bessere Kameras ermöglichen es uns, mehr Videos in immer besserer Auflösung aufzunehmen.

Während früher unscharfe, farblich verfälschte Fotos unsere Fantasie und auch unsere Erinnerung angeregt haben, gleichzeitig Kunstwerk und Gedächtnissstütze waren, bilden die heutigen Geräte aufgrund neuester Technologien die Wirklichkeit detailgetreu, rational und kalt ab. Jede Lachfalte, jeder unverhohlene Blick und jede Unperfektheit unserer Mitmenschen wird so für immer gespeichert und damit in unser Gedächtnis gebrannt.

Fotografieren wir auf Reisen – oder reisen wir, um zu fotografieren?

Vor Jahren las ich „The Beach“ von Alex Garland, die Romanvorlage zu gleichnamigem Film. Das Buch an sich war eher mittelmässig, doch ein einziger Kommentar des Protagonisten, eines Rucksacktouristen, blieb mir über die Jahre im Gedächtnis. Auf die Frage, warum er reise, wenn er keine Fotos machen würde, antwortete der Rucksackreisende, dass wenn er Fotos machen würde, er sich später allein an die fotografierten Szenen, nicht jedoch an alle anderen Dinge und Orte erinnern könne. Da er sich an alles, das er gesehen habe, erinnern wolle, würde er nie Fotos machen. Fotografieren wir auf Reisen – oder reisen wir, um zu fotografieren?

Videoüberflutete Welt.

YouTube veränderte die Internetwelt. Das exhibitionistische Web 2.0 existierte bereits bevor Google die populäre Videoplattform kaufte, doch erst mit dieser Übernahme bot sich einer großen Menge Menschen der Anreiz und die Möglichkeit, eigene Videos einem Millionenpublikum zu zeigen. Videos im Internet anzuschauen war vor YouTube etwas für Freaks, Halbwüchsige oder Pornoliebhaber. In Zeiten des „neuen“ Internet ist es ein Lebensstil. Wer auf Video gebannt ist oder Videos aufnimmt, lebt.

Alles Digitale ist real, Reales bedeutet nichts, wenn es nicht digitalisiert wurde.

Wieviel sind unser alltägliches Leben und unsere Reisen in diesem Zusammenhang noch wert? Heutzutage muss man nicht mehr reisen, um fremde Orte zu sehen, denn auf YouTube ist von fast jedem Ort der Erde ein Video zu finden. Was bedeutet das wiederum für unsere Erwartungen an das Reisen an sich? Werden wir andere Länder, Kulturen und Orte anders wahrnehmen, weil wir sie, wenn wir uns zum ersten Mal real dort befinden, zuvor bereits digital besucht haben?

Früher besaßen wir vergleichweise wenige digitale Abbildungen der Menschen, die uns etwas bedeuten – manchmal begleitete einen Menschen ein einziges Foto ein Leben lang. Heute produzieren wir nicht nur Stunden, sondern Jahre an Videomaterial und füllen nicht nicht nur Gigabyte-, sondern Terrabyte-grosse Speichermedien mit Momentaufnahmen unseres Leben.

Warum?

Warum nehmen wir Videos auf? Eine ketzerische Frage auf einem Videoschnitt-Blog. Ich persönlich benötige visuelle Gedächtnisstützten, habe Angst, zu vergessen, wenn ich Menschen und Orte nicht digitalisiert habe. In dieser visuell dominierten Zeit fällt es mir schwer, mich ohne Bilder, bewegt oder unbewegt, über große Zeitspannen hinweg zu erinnern.

Werden wir es schaffen, Erinnerung auch ohne ständig abrufbare Visualisierungen bewahren zu können? Vielleicht ist das eine der großen Herausforderungen unserer Generation. Den Augenblick zu genießen und sich dessen bewusst zu sein.

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