„Kürzen, kürzen, kürzen“ – Ein Interview mit Georg Jäger, Videoschnitt-Experte

Heute möchte ich mit Georg Jäger über seine Leidenschaft, den Videoschnitt reden.buchcover-pd7-midi
Georg ist Videoexperte und Fachautor von mehreren Büchern über Videoschnitt-Software. Sein neuestes Buch über PowerDirector 7 ist sowohl als eBook als auch als Paperback-Version auf seiner Website unter http://www.video-intern.com, sowie im deutschen Buchhandel erhältlich.

1. Wie hast Du Deine Liebe zum Videoschnitt entdeckt?

Als Microsoft vor ewigen Zeiten mit Video for Windows startete – damals noch ein winziges ruckelndes Filmchen mit einem Surfer – war ich direkt in den Bann gezogen. Gestartet bin ich dann – wie sicherlich viele andere auch – mit einer Hi8-Kamera zur Geburt unserer ersten Tochter. Der Einstieg in den Schnitt geschah damals mit externer Zusatz-Hardware zum Computer – Videomouse von GSE oder VideoDirector von Gold Disk. Später kam dann die Übertragung des Videomaterials und der Schnitt im Rechner hinzu und ab da wurde es richtig interessant.

2. Was zeigen Deiner Meinung nach Videos, das Fotos nicht ausdrücken können?

Wenn ein Bild schon mehr als tausend Worte ausdrücken kann, wieviel mehr kann dann ein Film? Bewegung festzuhalten ist schon etwas tolles, obwohl bei mir auch immer wieder Schnappschüsse zum Zuge kommen. Gerade der Mix ist interessant.

3. Sind für Dich Videos eine sehr private Angelegenheit, die Du eher für Dich selbst schneidest, oder zeigst Du sie auch Freunden und vielleicht sogar Unbekannten, zum Beispiel auf YouTube?

Ja, Videos – vor allem von der Familie – sind sehr privat. Diese würde ich auch nur Familienmitgliedern zeigen. Bei Reisevideos sieht es etwas anders aus. Diese zeige ich schon mal im kleinen Kreis. Bei Youtube gefällt mir leider noch nicht die Qualität. Zur Zeit nutze ich das Online-Portal nur für ein paar kleine Lernvideos.

4. Hat YouTube Deiner Meinung nach die Einstellung von Videoschnitt-Fans zu Videos verändert? 

Da bin ich mir unsicher. Mal schnell etwas zeigen, ob als Anleitung, um darüber zu reden oder einfach nur so, das geht sicherlich mit YouTube um vieles einfacher. Aber einen richtig schönen Videofilm präsentiere ich doch immer noch lieber live.

5. Hast Du persönliche Videoschnitt-Tipps, die Deiner Meinung nach jedem Hobbyfilmer dabei helfen, noch spannendere Videos zu produzieren?

Ja, kürzen, kürzen, kürzen! In vielen Fällen ist ein Video zu lang, weil man sich nicht von bestimmten Szenen trennen kann. Im Zweifel würde ich zwei oder drei Versionen eines Videos erstellen: ganz privat, privat und öffentlich.

Vielen Dank Georg, dass Du Dir Zeit für das Gespräch genommen hast.

 

Weitere Fragen an Georg? Kommentiert hier, und Georg antwortet.

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Eine Antwort zu “„Kürzen, kürzen, kürzen“ – Ein Interview mit Georg Jäger, Videoschnitt-Experte

  1. Hallo,
    ich finde das Interview klasse, denn ich stimme mit Georgs Meinung voll und ganz überein.
    YouTube ist etwas für die Jungen, die sich zeigen wollen, da geht es um Selbstverwirklichung. Aber gute Videos findet man selten – und dann ist es meist Werbung.
    Der Tip mit dem Kürzen ist übrigens der beste, den Georg geben konnte. Ich selbst kann mich schwer von Szenen trennen.
    Danke an Georg, weiter so.
    Anton

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