Hochzeitsvideos bearbeiten – Workshop – Teil I: Skript, Handlung, Szenen

JA - Hochzeitsvideo-WorkshopDer Sommer naht und damit bricht die romantischste Zeit des Jahres an. Langsam aber sicher stehen die diesjährigen Brautpaare in den Startlöchern, um sich in deutscher Sommersonne das Ja-Wort zu geben. Für euch als Freunde, Verwandte oder einfach nur als Hobbyfilmer bietet sich damit eine gute Gelegenheit, schöne und interessante Videos zu schneiden und Anderen so eine Freude zu bereiten.

Auch bei Hochzeitsvideos gibt es ein paar Tricks, um spätere Zuschauer nicht unnötig vor Ihren Fernsehern oder PCs zu langweilen.

Eine wichtige Regel gilt für Videos aller Art: Sie sollten eine Geschichte erzählen. Viele Hobbyfilmer mögen sich jetzt denken: natürlich gibt es eine Geschichte, die Hochzeit an sich. Doch genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem guten und einem besseren Video. Ein kurzes Skript mit Überlegungen, was man erzählen möchte – vor dem Hintergrund der Hochzeitsfeier – macht (auch) Hochzeitsvideos spannender.

Bevor oder während der Erstellung des Skrpits sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Aus welcher Perspektive möchte man zum Beispiel die Hochzeit erleben? Aus der Sicht der Braut? Der Brautmutter? Der besten Freundin? Des Großvaters? Oder vielleicht sogar aus der Sicht des Hundes? Eine „Hauptperson“, die das Geschehen erlebt, peppt die Geschichte, die schon millionenfach in Videos erzählt wurde, auf.
  • Lässt sich vielleicht ein Spannungsbogen aufbauen, der sich bis zur letzten Szene erstreckt? Man könnte zum Beispiel einbauen, wie die Hochzeitsringe in letzter Minute eintrifft, vom Juwelier noch per Eilzustellung gebracht werden und aus den Händen des Schwiegervaters in die Anzugtasche des Bräutigams und schliesslich an den Finger der sich Vermählenden wechseln (natürlich wünsche ich niemanden diese Tortur, ich möchte hieran nur ein anschauliches Beispiel skizieren).
  • Auch die Szenen des Videos sind wichtig. Wie viele veschiedene Orte werden während der gesamten Hochzeitsfeier besucht werden – Standesamt, Kirche, Restaurant, etc.? Es hilft, sich im Vorhinein schon Gedanken über die veschiedenen „Stationen“ zu machen. Ein spannendes Stilmittel sind in diesem Zusammenhang auch Rückblenden. So kann man ein Video zum Beispiel mit dem Hochzeitswalzer beginnen, während dem sich verschiedene (Haupt)personen an Ereignisse des Tages „zurückerinnern“.

Ich hoffe, dass euch diese Art von Fragen schon vor der Videobearbeitung helfen, euer Video zu strukturieren – und damit Zeit sowohl während des Filmens, als auch bei der Bearbeitung sparen.

Habt ihr eigene Tricks, mit denen eure Videos interessanter werden? Kommentiert hier oder schreibt mir! Nächsten Mittwoch folgt Teil II des Workshops.

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5 Antworten zu “Hochzeitsvideos bearbeiten – Workshop – Teil I: Skript, Handlung, Szenen

  1. Gut gebrüllt Löwin…. Stimmt schon, Script ist die erste Überlegung mit dem Brautpaar – dabei werden dann schon die „Knack-Punkte“ und auch die manchmal doch sehr unterschiedlichen, die „familiären“ Ansichten und Problemchen deutlich… Meist wird bei dieser Besprechung und anhand der Wünsche auch schon die „Geschichte..“, der von Dir angesprochene Spannungsbogen deutlich. Wenn sichs also zeitlich machen läßt, lohnt sich diese Investition und der Film kann werden…

    • videoreisetagebuch

      Hallo Alfred, danke für Deinen Kommentar.
      Ich stimme Dir voll und ganz zu — vor dem großen Tag einen Einblick in die „Familienpolitik“ zu haben, hilft sehr. Was nutzt einem das tollste Video, wenn man die falschen Menschen oder Situationen aufgenommen hat und niemand aus der Familie das Video gerne anschaut …
      Ein Gespräch hilft, eventuelle Fettnäpfchen zu vermeiden und strukturiert. Ich hoffe, Du hast keine schlechten Erfahrungen mit Hochzeitsvideos gemacht …

  2. Hallo nochmal, also… zu dieser Kommentarangelegeheit hat mich eigentlich Georg Cyberlink angestiftet. Fand außerdem das Thema schon sehr interessant, gibts doch so viele Internetseiten für und von all den Hochzeitsgrafen, wie Du schreibst – von der
    …..Geschichte, die schon millionenfach in Videos erzählt wurde……,
    Nein, habe mit meinen filmischen Ambitionen noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber aus zeitlichen Gründen habe ich noch be keinem „Familien-Ding“ mehr als ein Schmier-Skript anfertigen können. Und dann KOMMT IMMER ALLLLLES GANZ ANDErS als im Vorgespräch etc pp geplant.

  3. Pingback: Hochzeits-Workshop Teil III – Bearbeiten und „Teilen“ der Videos « Mein Video-Reisetagebuch

  4. Hey there,

    danke für die hilfreichen Tipps. Am Wichtigsten ist für mich immer der Punkt, dass man ein Hochzeitsvideo immer und immer wieder anschauen kann, ohne dass es langweilig wird. Damit ist der Spannungsbogen im Hochzeitsvideo oder im Film (je nach Länge) das Ausschlaggebende.

    Wenn Du magst, ich habe 3 atemberaubende Hochzeitsvideos von der Kanadischen Firma „stillmotion“ im Blog kurz vorgestellt: http://www.pixel301.de/artikel/3-atemberaubende-hochzeitsvideos-dslr/

    Die haben es drauf eine Hochzeit in wenigen Minutne dramaturgisch so aufzubereiten, dass es auch für jemanden, der nicht dabei war, super spannend ausschaut.

    Viele Grüße,
    Tobias von pixel.301

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