Reiseimpressionen: Traditionelle Gärten und geheimnisvolle Tempel – Japan, wie wir es uns vorstellen

Vor kurzem habe ich mir eine Woche Urlaub gegönnt und bin nach Japan geflogen. Um dem Wort „Reise“ im Namen dieses Blogs gerecht zu werden, möchte ich heute zur Abwechslung mal wieder ein paar Reiseimpressionen teilen.

Überfüllte Ubahnen, Mangafans, High-Tech-Produkte und Salarymen – davon hatte ich letztes Mal geschrieben. Dieses Mal möchte ich etwas auf den Teil eingehen, der noch immer das Japanbild in Deutschland prägt. Geheimnisvolle Tempel, stürmische Felsküsten und traditionell kunstvoll angelegte Gärten.

1. Station: Der Kyu-Furukawa Garten in Tokyo

Angelegt während der Meiji Zeit, ist der Garten eine Symbiose zwischen westlicher und japanischer Gartenbau-Architektur – vermischt beide jedoch nicht, sondern lässt sie friedlich koexistieren. Während direkt neben und unter dem Herrschaftshaus im westlichen Stil ein Rosengarten angelegt wurde, dominiert den unteren Teil des Geländes ein kleiner See, der in der Form des Schriftzeichens für „Herz“ angelegt wurde (das folgendermaßen aussieht: 心).  

Ein friedlicher japanischer Garten, der mit seinen Kois, Schildkröten und Enten auch für Nicht-Gartenbauinteressierte eine Reise wert ist.

Weiter geht es dann mit dem Zug nach Kamakura

2. Station: Hase und Kamakura

Während des sogenannten Kamakura-Shogunats (1185 bis 1333) herrschte der Minamoto-Clan (allen voran der berühmte Minomoto no Yoritomo) von Kamakura aus über gesamt Japan. Nach dem Ende des Kamakura-Shogunats wurde der Hof wieder nach Kyoto verlegt, doch die stilvollen buddhistischen und shintoistischen Tempel in Kamakura blieben weitgehend über die Jahrhunderte erhalten.

Bevor ich mich nach Kamakura aufmachte, dachte ich, dass Kamakura und das noch abgeschiedenere Hase vor allem unter der Woche ein Quell der Ruhe, des Friedens und der Erholung vom lauten Großstadttrubel in Tokyo wäre. Diese Annahme erwies sich jedoch als falsch. Tausende Schulkinder rannten (ganz unjapanisch) munter schreiend durch die Tempelanlagen und nicht weniger „normale“ Touristen drängten sich durch die hölzernen Tempelbögen.

Es war schwer, den ursprünglichen, kontemplativen Charme von Kamakuras Tempel einzufangen, ohne zu viele andere Menschen vor der Linse zu haben. Dennoch finde ich vor allem Hase eine Reise wert.

3. Station: Enoshima

Von Kamakura aus benötigt man ungefähr 15 Minuten mit der Shonan Monorail bis nach  Enoshima, einer kleinen Insel inmitten der Sagami-Bucht. Die kleine Insel mit einem Umfang von etwa 4 km beherbergt nicht nur den Enoshima Schrein in der Mitte der Insel, sondern besitzt zudem zwei große Höhlen an der zerklüfteten Südküste.

Nicht nur aufgrund des oft stürmischen Winds ein guter Test für Drei-Wetter-Taft, sondern auch ein netter Spaziergang über die Insel, entlang des Schreins, durch einen Wald und entlang von kleinen, altmodischen Restaraunts und Souvenirshops.

 

Ich gebe zu, es fehlen die Samurai, Ninjas und Geishas, doch ich hoffe, die Diashow konnte euch ein wenig Japan von der traditionellen, geheimnisvollen Seite zeigen.

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4 Antworten zu “Reiseimpressionen: Traditionelle Gärten und geheimnisvolle Tempel – Japan, wie wir es uns vorstellen

  1. A Great video! Well done!

  2. Tja, wenn es nur nicht so weit wäre ….

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