Zum Tod von Michael Jackson: Das Erbe des “King of Pop”

Michael Jackson ist tot.Es gibt Menschen, die unser Leben begleiten, es prägen und ihm eine Stimme verleihen, ohne dass sie uns persönlich kennen. Michael Jackson war einer dieser Menschen, er schrieb den Soundtrack meiner Kindheit und Jugend. Auch, wenn ich kein richtiger Fan von ihm war, seine Musik begleitete mich durch die Jahre.

Der selbsternannte „King of Pop“ wuchs als „kleiner Bruder“ der Jackson 5 in den 70er Jahren auf und startete in den 80ern seine eigene, traumhaft erscheinende Karriere. Eine von den Medien begleitete Verwirklichung des „American Dream“, der ihn, das achte von insgesamt zehn Kindern eines Kranführers, zum erfolgreichsten und bekanntesten Popmusiker der Welt machte.

Grammys, Platinalben, Nr. 1 Hits, Welttourneen und geschätzte 750 Millionen verkaufte Tonträger. Er hätte glücklich sein können, hatte er doch was viele Menschen sich vom Leben erhoffen – Geld, Ruhm und Ansehen. Doch etwas, uns Normalsterblichen trivial und selbstberständlich Erscheinendes, wurde ihm nie gegönnt – seine Kindheit. Als Kind ein Erwachsener, als Erwachsener ein Kind versuchte er, sich selbst zu finden, indem er sich selbst neu erschuf.

Michael Jackson war der erste „King of Pop“ und wahrscheinlich der letzte. Neben seiner Musik war sicherlich das Medium Fernsehen und der Musiksender MTV maßgeblich für  seinen Erfolg verantwortlich. MTV, der Sender, der Musik zum Anschauen bot, die visuelle Interpretation von Liedern ausstrahlte und Liedern eine weitere Dimension verlieh. In Zeiten, in denen das Internet gerade erfunden wurde und keine Clips über YouTube hochgeladen und über Rapishare geteilt werden konnten, war die Musik angesagt, die auf MTV am meisten meisten spielte und zeigte.

Michael Jacksons Marketingmaschinerie wusste diesen Trend zu schätzen und produzierte mit einem Staraufgebot damals teuersten Musikvideos seiner Zeit. Von Regisseuren wie John Landis und Martin Scorese gedrehte Videos verschlangen bis zu 7 Millionen US Dollar  Produktionskosten und beschäftigten sich, wie seine Musik, neben „unterhaltenden“ Themen auch mit Gesellschaftskritischem. Songs wie „Black or White“, „Man in the Mirror“, „We are the World“ oder auch „They don´t care about us” gewährleisteten durch ihre sozial- und  umweltpolitische Komponente eine noch größere Aufmerksamkeit und Medienpräsenz, die durch passende Musikvideos noch angeheizt wurde.

Er stand im Rampenlicht und verglühte darin. Nicht explosionsartig, doch langsam und stetig sank sein Komet mit einem langen Schweif, wie sich seine Gestalt mit der Zeit langsam aber stetig amorph verformte.

Ewig bleiben werden seine Musik und seine Videos, unabändbar als Soundtrack mit der Jugend einer ganzen Generation verbunden. Danke, Jacko.

Thriller

Black or White

Scream  
Billy Jean   

They don´t care about us (Prison Version)

Smooth Criminal

Earth Song

Stranger in Moscow

Man in the Mirror

In the Closet

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3 Antworten zu “Zum Tod von Michael Jackson: Das Erbe des “King of Pop”

  1. Hallo Carmen,

    du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht,
    wunderbarer Nachruf auf Jacko.
    Danke

  2. Danke Carmen ,

    das ist eine großartige Würdigung und Darstellung eines einsamen Mannes, du schaffst es immer wieder die richtigen Worte zu finden.
    anna

  3. Der beste Nachruf den ich über den Tod des
    King of Pop gelesen habe, weder trivial noch emotional, faktisch einfach nur gut.

    Wir sind immer gespannt auf deine neuen Blogs,
    mach weiter so, Kompliment für deinen guten Beitrag.

    Paula

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